Stettemer Wappen

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Wappen

Dass die Gemeinde Stetten schon im 18. Jahrhundert «ihr Zeichen» hatte, erfahren wir durch die Gemeinderechnung von 1749: «30 kr. dem schumacher von denen fürküblen zeichen; 1766/67 40 kr. von den fürküblen zu zeichnen.» Was für eine heraldische Figur dieses Zeichen war, ob vielleicht nur Initialen, wissen wir nicht. Wir lernen das Symbol erst erkennen, als sich Stetten 1820/21 ein Siegel anschaffte: «3 gl. 30 kr. vor ein gemeind büschet lt. conto.» Dieses Gemeindesiegel (Höhe 31 mm, Breite 28 mm) zeigt in seinem Oval eine liegende Mondsichel und trägt die Umschrift: GEMEINDE STETTEN CT. SCHAFFH. Wahrscheinlich lautete diese damals anders, vielleicht Gemeindegericht Stetten, wie in jener Zeit üblich, denn das Siegel wurde 1855 für 8 fr. 50 abgeändert. Im 19. Jahrhundert folgten noch weitere Siegelanschaffungen, so 1840 «ein gemeind-siegel vors fridensrichteramt» 4 Gulden; 1855 «einem hebräer gravör für ein sigel vor die waisenbehörde»; 1864 zwei weitere Gemeindestempel. Alle haben die gleiche Figur, die Mondsichel. Dieses Symbol, zum eigentlichen Wappenbild geworden, wurde auf kommunalen Objekten angebracht.

Wie Stetten zu einer Mondsichel gekommen ist, kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Vielleicht diente als Vorbild eines der Wappen von Schaffhauser Amtsleuten, die als Obervögte, Klosterpfleger usw. Akten besiegelten, oder in Stetten Grundbesitz hatten. Diese These wird erhärtet durch die Tatsache, dass bei einer Grenzbereinigung zwischen den Gemeinden Büttenhardt und Stetten der ausgehandelte Vertrag für die Gemeinde Stetten im Jahre 1807 von Ratsherr Johann Heinrich Seiler mit seinem Siegel mit Mondsichel beurkundet wurde.